Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V.
Landesgruppe Hessen

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Grenzanzeige und Grenzfeststellung

Möchten Sie wissen, wo Ihre Grundstücksgrenze verläuft, um eine Einfriedigung an der richtigen Stelle zu errichten oder weil andere Arbeiten dies erfordern?

Für diesen Fall empfehlen die ÖbVI, eine Grenzanzeige vornehmen zu lassen. Die Grenzpunkte werden in der Örtlichkeit durch Holzpflöcke oder andere farbliche Markierungen kenntlich gemacht. Die Grenzanzeige hat keinen rechtsverbindlichen Charakter gegenüber Dritten.

Ist der Grenzverlauf unklar oder zwischen nachbarlichen Parteien gar strittig, raten die ÖbVI zur Durchführung einer Grenzfeststellung. Die Grenzfeststellung ist eine hoheitliche Vermessung und wirkt gegen alle von der Grenzfeststellung betroffenen Grundstückseigentümer. Es wird geprüft, ob vorhandene Grenzpunkte mit dem Katasternachweis übereinstimmen, und festgestellt. Verloren gegangene Grenzpunkte werden neu festgestellt und abgemarkt. Über das Ergebnis der Vermessung erhalten alle beteiligten Grundstückseigentümer den Bescheid „Bekanntgabe der Ergebnisse von Liegenschaftsvermessungen nach dem Hessischen Vermessungs- und Geoinformationsgesetzes“. Gegen diesen Bescheid ist innerhalb der Frist eines Monats der Widerspruch zulässig. Wird innerhalb der Frist kein Widerspruch eingelegt, ist die Grenzfeststellung rechtskräftig und wird in das Liegenschaftskataster übernommen. Somit ist der Grenzverlauf von allen nachbarlichen Parteien anerkannt.